Kirchengemeinde Pütte-Niepars

Bodenständig, ehrlich und offen

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Kirche Niepars

Der Altar

Es ist ein zweigeschossiger Altaraufsatz aus Holz aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das  säulenflankierte Mittelfeld besteht aus einer plastischen Kreuzigungsgruppe vor einer gemalten Landschaft, im Auszug der auferstandene Christus, als Bekrönung das "Auge Gottes" und Wolken-Engelglorie, seitlich die Evangelisten. Im Sockel ist ein Abendmahlsrelief abgebildet. Am Fuße des Altars befindet sich eine Altarschranke mit Rocaillen.

In der Kirche befindet sich weiterhin ein Altarschrein, wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert. Auf seinen Wänden sind Szenen aus der Geschichte Christi dargestellt.


Die Orgel

1867 bekam die Kirche eine Orgel aus der Stralsunder Werkstatt Friedrich August Mehmel, die 1999 von der Orgelbaufirma Rainer Wolter, Zudar/Rügen aus Mitteln der Gemeinde generalüberholt worden ist. Stolz sind wir auf die Mehmel-Orgel mit neugotischem Prospekt. An der Orgel war vor 1930 ein Blasebalg eingebaut. Er wurde mit der Hand bedient, was recht mühselig war. Nach 1930 wurde ein neuer Blasebalg mit Fußbetrieb gebaut. Heute ist er wieder in die Orgel eingebaut und elektrisch betrieben. 1945 war auch die Orgel arg in Mitleidenschaft gezogen: 50 Pfeifen waren ausgebrochen, geraubt oder zertrümmert. Unter den Pastoren Prollius und Schaper wurden sie nach und nach von der Orgelbaufirma Grüneberg in Greifswald ersetzt. Die letzten großen Pfeifen wurden erst 1959 unter Pastor Johst eingebaut. 1964 wurde das neugotische Orgelgehäuse von Herrn Hans Schoknecht renoviert. Mit viel Sorgfalt und Sachverstand bemalte der Eisenbahner das Holz in seiner Freizeit mit hellem Grau und setzte Verzierungen farbig ab.

 

Die Glocken

Die Pfarrkirche besaß zwei Glocken; die größere, gegossen von Gottlieb Metzger in Stralsund 1775, wurde im Weltkrieg 1917 abgegeben; die kleinere von 70 cm Durchmesser, gegossen von Jochim Metzger in Stralsund 1729, von recht guter Ausführung, wünschte die Gemeinde zu veräußern, nachdem sie ein neues Geläute beschafft hatte. Der Provinzialkonservator widersprach der Veräußerung und empfahl, die Glocke an eine andere Stelle zu überführen.

Im Jahre 1930 erhielt unsere Gemeinde ein neues Geläut, gegossen von der Firma Franz Schilling Söhne, Apolda, da unsere große Glocke im ersten Weltkrieg abgeliefert werden musste und die kleine Glocke gesprungen war. Bis Ende 1930 war die Betglocke (kl. Glocke) morgens, mittags und abends durch den Küster (Lehrer) gebeigert worden und hatte so die Arbeitszeiten der Dorfbewohner geregelt. Die Glockengießerei Apolda gestattete das Beigern mit den neuen Glocken nicht mehr, oder sie gewährte für die Glocken keine Garantie. Von nun an wurde die Betglocke nur noch abends durch den Kirchendiener geläutet. Die kleine Glocke, auf den Ton d gestimmt, ist aus Bronze gegossen und trägt die Inschrift:

Kommet her, höret zu alle, die ihr Gott fürchtet  1930

Die dazugehörige große Glocke musste im 2. Weltkrieg wieder abgegeben werden. Im Jahre 1959 war die Gemeinde wieder im Stande, diese große Glocke zu ersetzen. Die Firma Franz Schilling, Apolda, goss die Glocke, auf den Ton h gestimmt, aus Klangstahl. Im Juni 1959 kam die Glocke auf dem Bahnhof Martensdorf an. Von einigen Gemeindemitgliedern mit einer Girlande geschmückt, wurde sie auf einem Rollwagen in die Kirche geleitet, wo sie im Vorraum stand, bis ein Ingenieur der Glockengießerei ihr Aufhängen im Glockenstuhl leitete. Am 19.7.1959 feierte die Gemeinde die Glockenweihe. Die neue Glocke hat das Symbol Dornenkrone und Kreuz und trägt die Inschrift:

O Land, Land, Land höre des Herrn Wort. Jer. 22,29 Das Geläut beider Glocken gibt einen guten Zusammenklang. Mögen sie der Gemeinde lange erhalten bleiben.

 

Terminkalender

Tageslosung

Montag, 16. Dezember 2019
Bringt eine Mutter es fertig, ihren Säugling zu vergessen? Hat sie nicht Mitleid mit dem Kind, das sie in ihrem Leib getragen hat? Und selbst wenn sie es vergessen könnte, ich vergesse euch nicht!
Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

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